Kim Bui wurde am Stufenbarren Siebte und am Boden sechste. Foto: Chen

Turnier der Meister: Schwaben zeigen gute Leistungen

Beim Turnier der Meister in Cottbus zeigten die schwäbischen Turnstars sehr gute Leistungen - leider konnten keine Medaillen mit nach Hause genommen werden.

Für einen guten Auftakt am Finalsamstag sorgte am Boden die beiden DTB-Starter Marcel Nguyen und Felix Remuta, die gemeinsam am Stützpunkt in Stuttgart trainieren. Nguyen legte als Erster auf der Fläche los und zeigte eine gute und sichere Übung. Er hatte lediglich zum Schluss beim Tsukahara gehockt etwas Standprobleme. 14,266 Punkte erhielt Marcel. Es folgte direkt darauf Felix Remuta, der mit 6,2 den gleichen Schwierigkeitswert aufwies wie Nguyen. Aufgrund der etwas besseren Stände lag er mit 14,333 Punkten knapp vor seinem Teamkollegen. Am Schluss standen die Plätze vier und fünf zu Papier. Den Sieg sicherte sich der Israeli Artem Dolgopyat, der auf 14,800 Punkte kam. "Es war gut, ich bin sehr zufrieden. Und habe die Übung meiner Meinung nach besser hinbekommen, als in der Qualifiation, auch wenn die Platzierung nicht besser war", sagte Felix Remuta.

Kim Bui legte anschließend am Stufenbarren mit 14,033 Punkten ordentlich los. Die Stuttgarterin erwischte eine gute Übung und zeigte nur wenige Unsicherheiten. Die direkt nach ihr folgende Nina Derwael aus Belgien zeigte dann jedoch, wie hoch international die Messlatte mittlerweile am Stufenbarren hängt. Mit schier unglaublichen Holmwechseln und Flugelemente ließ die Weltmeisterin das Publikum in der Arena staunen. 15,100 Punkte bei einem Schwierigkeitswert von 6,5 waren unschlagbar. Kim Bui landete auf Rang sieben. Zwei Tage zuvor verpasste sie Stuttgarterin Elisabeth Seitz leider den Finaleinzug an ihrem Paradegerät. Seitz flog beim Hindorff-Element am Holm vorbei und verpasste den Endkampf.

Sophie Scheder war die deutsche Starterin am Schwebebalken. Die Chemnitzerin hatte leider beim freien Rad Pech und stieg vom Gerät ab. Nur 12,200 Punkte bekam sie für ihre ansonsten sehr schöne Übung, was schlussendlich Rang fünf bedeutete. „Es ist leider richtig schade, es hat am Ende ein bisschen der Pfiff gefehlt. Ich hätte gerne hier auf dem Treppchen gestanden“, sagte Scheder. Der Sieg ging an Rebecca Andrade aus Brasilien mit 13,766 Punkten, die damit ihren zweiten Titel an diesem Wochenende feiern konnte.

Am Boden der Frauen war die Deutsche Leah Grießer die erste Starterin. Leider musste die Karlsruherin bei der Landung ihrer Akrobatischen Bahn einmal auf den Boden fassen und so Abzüge hinnehmen. 11,933 Zähler für die 20-jährige Medizinstudentin, die Achte wurde. Teamkollegin Kim Bui begeisterte mit ihrer positiven Art und dem Beat ihrer Musik einmal mehr das Publikum. Für ihre schöne Übung bekam „Kimi“ 13,000 Punkte - Platz sechs.

Dann kam das mit großer Spannung erwartete Barrenfinale der Männer. Marcel Nguyen turnte als Dritter und hatte kleinere Unsicherheiten bzw. Probleme mit dem Griff. Den Tsukahara-Abgang ließ er zugunsten des Doppel-Salto gebückt aus. Mit einem im Vergleich zur Qualifikation etwas verringerten Schwierigkeitswert von 5,9 kam er insgesamt auf 14,383 Punkte und Platz fünf. Dann kam Dauser, der führende nach der Qualifikation: Der Berliner turnte sauber auf den Punkt los, hatte dann aber beim Makuts Probleme und musste vom Gerät gehen. Der Sturz kostete den WM-Finalisten einen Punkt Abzug, womit er keine Chance mehr auf eine vordere Platzierung hatte. Nur 14,133 Punkte und Platz acht für den enttäuschten Berliner. „Es ist bitter. Ich weiß nicht was es war. Ich hatte eigentlich ein gutes Gefühl und dann das“, sagte Dauser. Sieger wurde Oleg Verniaiev mit 15,000 Punkten.

Den Sprung der Männer gewann der Ukrainer Igor Radivilov mi zwei sehr beeindruckenden Sätzen. Im Reckfinale siegte erwartungsgemäß und unter großem Applaus für seine Flugshow der „fliegende Höllander“ Epke Zonderland.

Alle Ergebnisse des Turnier der Meister, gibt es hier.

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