Quelle: DFBL/Stöldt

TSV Dennach Zweiter bei der Hallenfaustball-DM

Im Finale der Hallenfaustball-DM unterlag der schwäbische Titelverteidiger TSV Dennach deutlich dem Team des Ahlhorner SV. In der mit 700 Zuschauern vollbesetzten Sporthalle von Stuttgart-Stammheim setzte sich das Team aus dem Oldenburger Land mit 3:0 Sätzen (11:9, 11:4, 11:8) gegen den STB-Verein durch.

Mit dem Duell des Ersten der Nord-Bundesliga aus Ahlhorn gegen den Süd-Meister aus Dennach hat die DM das bestmögliche Finale erhalten. Gleich fünf aktuelle und ehemalige Weltmeisterinnen standen zu Beginn auf dem Platz – drei bei Dennach und zwei bei Ahlhorn.

Den ersten Finalpunkt setzte der Titelverteidiger und Europacupsieger aus dem Schwarzwald. Taktisch starteten beide mit demselben Konzept, nahmen die jeweils gegnerische Schlagfrau aus dem Spiel. Das funktionierte zu Beginn besser bei Dennach, das Team führte mit 4:1. Diese 3-Punkte-Führung hatte lange Bestand, bei 9:6 stand Dennach kurz vor dem Satzgewinn. Dann traf Sonja Pfrommer doppelt das Netz und der ASV konnte ausgleichen – 9:9. Noch ein Fehler auf Seiten Dennachs in der Annahme brachte Ahlhorn den ersten Satzball der Partie. Und das Team von Trainerin Edda Meiners holte sich den Satz – Pfrommer wurde ein Fußfehler abgepfiffen – 11:9 für Ahlhorn nach 6:9-Rückstand.

Dennach wechselte defensiv. Weltmeisterin Sophia Scheidt kam für die angeschlagene Christina Grüneberg. Für Scheidt war es der letzte Auftritt für die „Pink Ladies“, denn sie verlässt den Verein studienbedingt nach dieser DM. Dennach stand damit mit vier Abwehrspielerin auf dem Platz, Scheidt rückte nach vorne. Ahlhorn holte sich gleich wieder einen Vorsprung, zog auf 4:0 davon und dann auf 7:1. Bei Dennach lief in dieser Phase gar nichts zusammen und der Ahlhorn holte sich die 2:0-Satzführung.

Dennach blieb auch im dritten Satz bei seinem Konzept, Angreiferin Grüneberg blieb weiter draußen, von einer Blessur an der Hand gehandicapt. Ahlhorn nutzte das mit all seiner Erfahrung aus. Dennoch punktete Dennach nun das eine oder andere Mal, führte zur Satzmitte mit 5:2. Dann meldete sich die Mannschaft des weltgrößten Faustballklubs aus dem Oldenburger Land zurück, verkürzte, punktete dreifach und schaffte den Ausgleich. Auch die nächsten Punkte gingen in den Norden. Doch noch war Dennach nicht geschlagen – nach Leinenball Imke Schröder war der 8:8-Ausgleich da. Das war dann jedoch der letzte Punkt des Titelverteidigers – die nächsten drei gehörten dem ASV. Den entscheidenden machte Pia Neuefeind zum 11:8 und 3:0-Erfolg und damit zum Deutschen Meistertitel 2017.

Dem großen Favoriten Dennach, der vor Wochen noch souverän den Europacup gewann, bleibt diesmal nur der zweite Rang.

Pia Neuefeind, Angreiferin des Ahlhorner SV: „Wir hatten noch eine Rechnung aus dem Europacup offen und die Revanche ist uns geglückt! Es war unser Ziel, hier das Finale zu erreichen, um die damalige Niederlage geradezurücken – dass uns das gelungen ist, ist natürlich super.“

Die Bronzemedaille sicherte sich zuvor im "kleinen Finale" der MTSV Selsingen ebenfalls mit 3:0 (11:4, 11:9, 11:5) gegen den TSV Calw. Den geteilten fünften Platz belegen die beiden Dritten der Vorrundengruppen vom TV Vaihingen/Enz und SV Moslesfehn.

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