Turn-Team Deutschland löst Olympiaticket

Die DTB-Riege der Frauen belegt in der WM-Qualifikation von Stuttgart den neunten Platz und bucht damit die Reise nach Tokio. Elisabeth Seitz konnte sich zudem für zwei Finals empfehlen. Auch die Männer schafften es mit dem 12. Platz knapp ein Ticket für Tokio zu lösen.

„Wir sind sehr froh, und es sind uns wirklich Steine vom Herzen gefallen, dass wir die Olympiaqualifikation gepackt haben", sagte Bundestrainerin Ulla Koch. "Die Vorfreude auf die Spiele ist bereits jetzt schon da."

Einen Wermutstropfen gab es am Samstagabend dennoch für die Gastgeberinnen. Mit 161,897 Punkten und dem Hauch von 0,034 Zählern schrammten sie am achten Rang vorbei, der die Qualifikation für das Teamfinale am Dienstag bedeutet hätte.

Kapitänin Kim Bui hätte die WM gerne noch länger als Aktive genossen. "Aber ich bin stolz, dass wir noch zwei Eisen im Feuer haben." Die 30-Jährige will Seitz und Voss mit allen Kräften unterstützen.

Denn Stuttgarterin Elisabeth Seitz und die Kölnerin Sarah Voss sind in je zwei Einzelentscheidungen dabei. Seitz empfahl sich als Vierte am Stufenbarren für den Medaillenkampf an den beiden Holmen, in dem sie 2018 in Doha Bronze gewonnen hatte. Elisabeth Seitz betonte, dass es im Barrenfinale wieder bei Null losgehe und es sehr stark besetzt sei. Aber nach WM-Bronze im vergangenen Jahr könne sie befreiter auftreten. "Ich habe mir meinen großen Traum schon erfüllt." Voss darf sich über einen weiteren Einsatz am Schwebebalken freuen, wo sie in der nach Nationen bereinigten Liste den sechsten Platz belegt. Zudem dürfen beide DTB-Vertreterinnen nach Rang zehn und 14 im Vierkampf auch noch in der Entscheidung der besten 24 Allrounderinnen am Donnerstag vor die Kampfrichterinnen treten.

Turner schaffen ebenfalls die Olympiaqualifikation

Sie hatten lange zittern müssen. Doch am Ende der beiden Qualifikationstage stand fest, dass die deutschen Turner 2020 nach Tokio reisen dürfen. Erst während des letzten von acht Durchgängen konnte die Spannung abfallen. Zwar mussten die Gastgeber in diesem die Schweiz noch vorbei lassen, doch dann war klar, dass sie mit 246,508 Punkten ihr großes Ziel erreicht hatten.

Zudem buchten sie noch drei Tickets für die Einzelentscheidungen in der WM-Arena: Andreas Toba zog als 13. ins Mehrkampffinale am Freitag ein, Nick Klessing als Siebter in den Medaillenkampf einen Tag später an den Ringen, und Lukas Dauser war Bester aller Starter am Barren.

„Auf jeden Fall war dieses Ergebnis zugleich ein Erlebnis, das man nicht unbedingt noch mal haben möchte", kommentierte Bundestrainer Andreas Hirsch. "Wir sind froh und extrem erleichtert, dass es für die Olympiaqualifikation gereicht hat."

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